Gesamtschule Rheydt-Mülfort, ☎ 02166 946670, 

Erasmus+ in Estland

Unsere Reise begann früh am Morgen um 5 Uhr am Flughafen in Düsseldorf – natürlich wach und voller Energie.

Nachdem wir zwei Stunden lang das Gate gesucht hatten, alle ein leckeres Vegan-Chicken-Brötchen gegessen hatten und uns den sehr großen Flughafen angeschaut hatten, begann das Boarding des ersten Fluges nach Warschau.

Der erste Flug verlief gut. Während des 1,5-stündigen Flugs gab es keine Komplikationen und die Crew war freundlich und höflich. Nach diesem schönen Flug, bei dem man eine regelrecht magische Sicht auf ein Meer aus Wolken bekam, landeten wir in der Hauptstadt Polens, Warschau. Dort suchten wir unser nächstes Gate und gingen in Dreiergruppen über den Flughafen. Gegen elf Uhr begann das Boarding des zweiten Flugs.

Der zweite Flug verlief sehr ähnlich wie der erste. Der Himmel war wunderschön und das Personal wieder sehr nett und höflich. Uns wurde auch erneut ein sehr leckeres polnisches Marmeladengebäck angeboten. Nach dem 1,5-stündigen Flug kamen wir in der Hauptstadt Lettlands, der Perle des Baltikums – Riga – an. Während wir auf den Bus warteten, gingen wir in eine Kantine der Fluggesellschaft, wo wir sehr leckeres lettisches Essen aßen. Nachdem wir unsere Bäuche mit traditionellem Essen gefüllt hatten, kam auch schon unser Bus. Mit diesem fuhren wir vier Stunden lang durch die verschiedensten Straßen, Wälder und Dörfer, bis wir nach einer langen Anreise in der zweitgrößten Stadt Estlands, Pärnu, ankamen.

Herzlicher Empfang in Tootsi: Zwischen Schulbank, Sauna und Moor

Der Dienstag startete mit einem richtig guten Frühstück im Hotel – die beste Grundlage für einen langen Tag. Gegen 9 Uhr fuhren wir mit dem Reisebus nach Tootsi, wo uns unsere Partnerschule empfing. Die Schule dort ist viel kleiner als unsere: Nur 67 Schülerinnen und Schüler besuchen sie.

Um uns kennenzulernen, spielten wir erst ein „Icebreaker-Bingo“ und machten kleine Team-Challenges. Die estnischen Schüler waren sehr nett. Danach zeigten sie uns das Schulgelände:

  • Werkstätten und ein Schachbereich

  • Ein Forum und moderne Klassenräume

  • Besonders beeindruckend: Zwei Gyms, eine große Halle, ein Schwimmbad und sogar eine schuleigene Sauna!

Die Schule ist fast den ganzen Tag geöffnet, und die Schüler können jederzeit hingehen. Freitags dürfen sie sogar in der Schule übernachten. Auch ein Jugendzentrum gehört dazu, wo man Computerspiele spielen, kochen oder einfach zusammen abhängen kann.

Nach der Führung gab es Mittagessen, bevor wir zu einer Moorwanderung aufbrachen. Der Regen machte alles ziemlich nass, aber die Landschaft war trotzdem beeindruckend. Zurück in der Schule trockneten wir unsere Schuhe in der Sauna und hatten dann freie Zeit. Am Abend kochten und grillten wir gemeinsam mit den estnischen Schülern, natürlich auch in einer vegetarischen Variante. Zurück in Pärnu ließen wir den Tag im Hotel ausklingen.

Kreative Köpfe und Meeresbrise: Ein Tag in Pärnu

Am Mittwoch begann unser Tag um 7 Uhr mit einem tollen Frühstück. Um 8 Uhr fuhren wir wieder mit dem Bus nach Tootsi, wo wir Einblicke in die Fächer Geschichte, Geografie, Mathe und Estnisch/Russisch bekamen. Vorher hatten wir bereits an einem Kunstworkshop teilgenommen, bei dem wir Schlüsselanhänger gebastelt haben.

In der anschließenden Pause nutzten einige die Zeit, um den Second-Hand-Laden der Stadt zu besuchen. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück nach Pärnu, wo wir den Strand besuchten und ein Eis aßen. Später gingen wir in mehrere Shopping-Center und erkundeten verschiedene Läden, darunter einen Buchladen, einen Anime/K-Pop-Laden und einen Bubble-Tea-Laden. Das alles taten wir in Gruppen von 3 bis 5 Personen.

Abends gingen wir mit der gesamten Mönchengladbacher Gruppe Pizza essen. Danach genossen wir den Sonnenuntergang am Strand und machten Fotos. Den Abend ließen wir bei einer Runde Uno im Hotel ausklingen.

Hoch hinaus in Tallinn: Mittelalterlicher Charme und weite Ausblicke

Am Donnerstag holten wir zuerst die estnischen Schüler ab und fuhren gemeinsam nach Tallinn. Um in die Altstadt zu gelangen, mussten wir viele Treppen steigen, die zu einem Schloss gehören. In der Altstadt hielten die estnischen Schüler kurze Präsentationen über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Anschließend besichtigten wir eine orthodoxe Kirche und das Regierungsgebäude. Besonders spannend war der Besuch der St.-Olaikirche. Dort mussten wir 258 Treppenstufen in einem sehr engen Turm hinaufsteigen. Oben angekommen erwartete uns eine Aussichtsplattform mit Blick über die ganze Stadt.

Nach einem Besuch auf dem Markt am Baltischen Bahnhof fuhren wir zum Tallinner Wasserflugzeughafen, wo wir interessante Ausstellungen sahen und Aktivitäten ausprobierten. Am Nachmittag brachten wir die estnischen Schüler zurück und verbrachten unseren letzten Abend gemeinsam am Strand von Pärnu.

Abschied mit vollen Bäuchen und vielen Erinnerungen

Die Abreise begann am Morgen mit einem letzten gemeinsamen Frühstück im Hotel. Nachdem alle ihre Schlüssel abgegeben hatten, hieß es „Nägemist“ (auf Wiedersehen auf Estnisch), und wir stiegen in den Bus Richtung Riga.

Dort angekommen besuchten wir erneut die Kantine der Fluggesellschaft für ein letztes leckeres Mittagessen. Der Rückflug über Warschau verlief reibungslos. In Warschau hatten wir noch einmal Zeit, in Kleingruppen durch den Flughafen zu schlendern, bevor uns der letzte Flug zurück nach Deutschland brachte.

Nachdem wir in Deutschland unsere Koffer abgeholt hatten, wurden alle nach und nach abgeholt – und unser spannender Austausch in Estland war leider vorbei.

Pärnu Strand.jpg
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