Schulpogramm

Stand: September 2012

 

 


Persönlichkeitsentwicklung und Zusammenarbeit

Wir legen Wert darauf, Gemeinschaft und Toleranz zu entwickeln und Gleichgültigkeit zu überwinden.

Uns ist wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler zu kritischen, selbständigen und konstruktiven Mitgliedern unserer Gesellschaft werden.

Wir lernen, uns fair auseinander zu setzen und tragfähige Lösungen zu erarbeiten, wir sind füreinander da und sprechen miteinander.

Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen sowie Lehrer arbeiten vertrauensvoll zusammen. Sie organisieren sich in Teams und treffen Entscheidungen gemeinsam.


Die wichtigste und zugleich schwierigste Aufgabe unserer schulischen Arbeit ist die umfassende Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Schülerinnen und Schüler und Schüler, die unsere Schule ab der Klasse 5 besuchen. Sie zu einem ihren Fähigkeiten entsprechenden Abschluss zu führen und sie zu gebildeten, selbstbewussten, kritischen, aufgeschlossenen, lebensfrohen und aktiven Menschen unserer Gesellschaft zu machen, ist nicht nur unser Auftrag, sondern unsere selbstgewählte Verpflichtung.

Gemeinsam mit ihren Eltern begleiten wir sie in eine für sie komplexe berufliche und private Zukunft, der sie mit innerer Sicherheit und Gelassenheit begegnen sollen. Wir empfinden diesen Auftrag als dauerhafte Verpflichtung und als einen Prozess stetiger Erneuerung und Veränderung.

So bemühen wir uns um die besten Konzepte, die wir im Diskurs mit allen Beteiligten entwickeln, überprüfen und revidieren. Sie sind das Ergebnis des Zusammentreffens von Menschen, die ihren Wissens- und Erfahrungsschatz in die Gestaltung der Gesamtschule Rheydt-Mülfort einbringen.

Wir haben bereits Instrumente entwickelt, die dazu beitragen, diese Aufgabe zu erfüllen.
Die Jahrgangsstufenteams, in denen die jeweiligen Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer der Stufe organisiert sind, sind häufig Ausgangspunkt für die Entwicklung pädagogischer Konzepte und Schwerpunktsetzungen. Arbeitsgruppen konkretisieren die Ideen und bereiten Entscheidungen in den entsprechenden Mitwirkungsorganen vor. In den Jahrgangsstufenteams erfolgt dann wiederum die Umsetzung. Die Teamstruktur ermöglicht so ein hohes Maß an verantwortlicher Selbstbestimmung. Gleichzeitig orientiert sie sich sehr deutlich auf die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Jahrgangsstufe, die über ihre Schulzeit in der Sek I und Sek II kontinuierlich von Lehrerinnen und Lehrern, die sie sehr gut kennen, unterrichtet und betreut werden.

Wir haben eine Reihe von Strukturen geschaffen, die auf verschiedenen Ebenen des Schullebens angesiedelt sind und helfen, die Persönlichkeit unserer Schülerinnen und Schüler zu entfalten:

  • Klassenrat
  • Assemblys
  • gemeinsame Arbeitsgruppen von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern zu verschiedenen Entwicklungsaufgaben
  • Streitschlichterprogramm
  • Themenwochen
  • Schulsanitätsdienst
  • Schülerpatenschaften
  • Schülersekretariatsdienst
  • Schüler fördern Schüler
  • Antimobbingtraining

In regelmäßigen Abständen zeigen wir auf unterschiedlichen Veranstaltungen (Tage der offenen Tür, Sporttage, Kulturveranstaltungen, Ausstellungen) einer interessierten Öffentlichkeit Arbeitsergebnisse aus dem Unterricht. So hat jeder in der Schulgemeinde die Möglichkeit, Arbeitsergebnisse zu präsentieren.

Bei Problemen und Beratungsnotwendigkeiten bietet unser umfassendes Beratungssystem (Beratungslehrerinnen, Beratungslehrer und Schulsozialarbeiter) kompetente und individuelle Hilfe.

Schülerinnen und Schüler werden im Unterricht an kooperative, teamorientierte Arbeitsformen herangeführt. Durch gezielte gruppenentwickelnde Maßnahmen soll das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt und die Wertschätzung von Stärken und Toleranz gegenüber Schwächen eingeübt werden.

Die Schulpflegschaft organisiert Elterngesprächsabende zu aktuellen Fragen von Erziehung und Bildung.

Der Förderverein unterstützt die Anliegen der Schule und stellt Mittel bereit, wo die finanziellen Grenzen erreicht werden, z.B. bei Veranstaltungen der Schule, Anschaffungen und Einrichtungen. Auch für soziale Zwecke werden Gelder zur Verfügung gestellt.


Entwicklungsaufgaben: 

  • Schülerinnen und Schüler werden intensiv in die Gestaltung unserer Schule einbezogen.
  • Die SV-Arbeit wird kontinuierlich durch intensive Vorbereitung der Gremienarbeit optimiert.
  • Wir führen themenbezogene Workshops mit Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern durch.
  • Der Klassenrat behält auch in höheren Jahrgängen seine Bedeutung bei und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
     

Individualisierung und Ganztagsangebote

Wir wollen die Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes ausschöpfen.

Uns ist es wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler attraktive Ganztagsangebote zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung nutzen können.


In den Jahrgangsstufen 5 und 6 findet die Klassenratsstunde als ausgewiesene Stunde in der Hand beider Klassenlehrer statt.

Neben der Erarbeitung der fachbezogenen Lehrpläne für die Unterrichtsfächer der Stundentafel hat die Gesamtschule Rheydt-Mülfort eine Reihe von Konzeptbausteinen entwickelt, die dazu beitragen sollen, dass das individualisierte Lernen und das Fördern der Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin entfaltet werden.

Der qualifizierte Ganztag ist ein wichtiger Baustein unseres Schulprogramms, er setzt sich zusammen aus:

  • den Wochenplanstunden: Die Aufgaben für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch (ab Klasse 6 auch für den Wahlpflichtunterricht) werden während der Unterrichtszeit in der Schule unter Aufsicht der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer erledigt. Sie werden in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestellt und unterscheiden zwischen Pflicht- und Zusatzaufgaben.
  • den doppelt besetzten Fachstunden und Wochenplanstunden.
  • dem AG-Bereich: Von der 5. bis zur 7. Klasse nehmen alle Schülerinnen und Schüler an Arbeitsgemeinschaften (AG) teil. Aus dem AG-Angebot wählen sie eine AG als Wahlpflichtveranstaltung aus. Unser AG-Angebot umfasst die Bereiche: Kunst, Handwerk und Soziales, Naturwissenschaften, Medien und Sport. Für die Jahrgänge 8 bis 13 steht ebenfalls ein umfangreiches Angebot zur Verfügung, das auch Forderangebote einschließt (DELF, Comenius, Mechatronik, British Connection).
  • der Möglichkeit zur Nutzung des Lesecafés und der Oberstufenbibliothek, in der die Schülerinnen und Schüler selbständig arbeiten und auch Medien ausleihen können.
  • Wireless-LAN im Foyer 2
  • offenen Angeboten in den Mittagspausen, die die Bereiche Bewegung, Spiel, Lernen und Erholung umfassen. In der Mittagspause können sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrerinnen und Lehrer in der Mensa ein Mittagessen einnehmen. Dabei haben sie die Wahl zwischen drei Menüs, die durch ein im Preis inbegriffenes Salatbuffet ergänzt werden. Ein Essen ist immer schweinefleischfrei bzw. vegetarisch. Das gemeinsame Essen in der Mittagspause ist an einer Ganztagsschule wie unserer besonders wichtig. Deshalb begleiten die Klassenlehrerinnen bzw. Klassenlehrer die Kinder in der ersten Zeit zum Essen.

Ergänzt wird dieses Angebot um einen Schulkiosk, der vom Volksverein betrieben wird und täglich um 7.30 Uhr öffnet.

Bei allen Ganztagsangeboten ist die Mitarbeit und Unterstützung durch Eltern und andere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ausdrücklich erwünscht und wird aktiv unterstützt.


Entwicklungsaufgaben:  

  • Wir sichten die bestehenden Konzeptbausteine (s.o.). Gegebenenfalls werden sie überarbeitet bzw. weiterentwickelt.
  • Wir entwickeln diagnostische Instrumente und Verfahren weiter.
     

Regeln

Wir entwickeln Regeln und Rituale, die unser Zusammenleben und Arbeiten erleichtern.

Wir haben Regeln entworfen, die unser schulisches Klima prägen. Wir gehen respektvoll und freundlich miteinander um. Deshalb entwickeln Klassen Gesprächs-, Umgangs- und Arbeitsregeln, die sie einhalten. Die Lehrerkonferenz hat daraus einen Ordnungsrahmen entworfen, der gegebenenfalls auch durch Sanktionen durchgesetzt wird. Um den Zusammenhalt der Klassen zu festigen und Arbeitsräume zu strukturieren, haben wir eine Reihe von Unterrichtsritualen entwickelt, deren Einführung und Beachtung das gesamte Kollegium unterstützt.

Wir schaffen einen Rahmen für eigenverantwortliches Arbeiten (Wochenplanstunden, Klassenrat in den Jahrgängen 5 und 6) und machen Schülerinnen und Schülern die Notwendigkeit einer konstruktiven Arbeitshaltung bewusst.

Um den konstruktiven, eigenverantwortlichen Umgang mit Konflikten zu entwickeln, sind das Streitschlichter-Konzept und ein Antimobbing-Programm eingeführt worden.


Entwicklungsaufgaben:

  • Wir reflektieren die bestehenden Regeln und Rituale im Hinblick auf ein respektvolles, fröhliches und offenes Zusammenleben und Arbeiten.

Lernwege

Wir wollen Lernwege beschreiten, die es den Schülerinnen und Schüler ermöglichen, Probleme zu erkennen und zu lösen.

Kooperatives Lernen hat hierbei einen besonderen Stellenwert. Inhalte unterschiedlicher Fachrichtungen werden miteinander verknüpft.
Uns ist wichtig, alle Sinne anzusprechen, Lernlust zu wecken und vielfältiges Handeln herauszufordern.

Im Mittelpunkt unserer Arbeit in der Schule steht der Unterricht, dessen Qualitätssicherung und -verbesserung ständiges Anliegen aller Beteiligten ist.

"Guter Unterricht" setzt voraus, dass ein Klima besteht, in dem Offenheit, Kooperations- und Diskussionsbereitschaft sowie Innovation, Experimentierfreude und Neugier möglich und erwünscht sind, das aber auch Irrwege und Scheitern als notwendige Bestandteile von Innovationsprozessen zulässt und auffängt. Kriterien für guten Unterricht betreffen die fachliche und didaktische Gestaltung, die Unterstützung eines aktiven Lernprozesses und die Lernumgebung und Lernatmosphäre (siehe auch Qualitätsanalyse NRW):

  • Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.
  • Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler.
  • Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.
  • Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.
  • Die Schülerinnen und Schüler erreichen einen Lernzuwachs.
  • Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schülerinnen und Schüler.
  • Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.
  • Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schülerinnen und Schüler.
  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt (Methodensicherheit/Reflexion des Arbeitsprozesses).
  • Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit (kooperatives Lernen) und Arbeit im Plenum.
  • Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.
  • Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.
  • Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.

Kooperatives Lernen baut darauf auf, dass fachliches und soziales Lernen nicht voneinander zu trennen sind. Diese Abhängigkeit wird immer wieder im Unterricht thematisiert. Adäquate Verhaltensweisen werden erfahrbar gemacht und eingeübt. Dies trägt dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler Verantwortung für sich und andere übernehmen.

In den einzelnen Jahrgangsstufenteams herrscht eine offene Diskussionskultur und ein hohes Maß an Autonomie. Begünstigt wird dies durch die geringe Zahl der Teammitglieder und die Konzentration auf nur einen Jahrgang. In den Jahrgangsstufenteams werden die halbjährlich stattfindenden Themenwochen geplant, organisiert und ausgewertet; inhaltliche und methodische Schwerpunkte sowie die einzelnen Fachanteile werden abgesprochen und festgelegt.

Kontinuierlich fächerverbindend wird in den Fachbereichen Gesellschaftslehre, Arbeitslehre und Naturwissenschaften gearbeitet; hier haben sich die Fachkonferenzen Erdkunde, Geschichte und Politik zur Lernbereichskonferenz Gesellschaftslehre, die Fachkonferenzen Physik, Chemie und Biologie zur Lernbereichskonferenz Naturwissenschaften und die Fachkonferenzen Hauswirtschaft, Technik und Wirtschaft zur Lernbereichskonferenz Arbeitslehre zusammengeschlossen. Die Lernbereichskonferenzen legen bei der Planung des schulinternen Lehrplans fest, welche Fachanteile jeweils in die einzelnen Unterrichtsvorhaben einfließen.

Die Gestaltung einer angenehmen Lernumgebung vollzieht sich in einer Vielzahl von Initiativen und Projekten zur Klassenraum-, Schulgebäude- und Schulgeländegestaltung.


Entwicklungsaufgaben:

  • Wir behalten kooperatives Lernen als ein wesentliches Element guten Unterrichts im Fokus.
  • Wir nutzen die Möglichkeiten kollegialer Hospitation als Instrument der Unterrichtsentwicklung.
  • Wir richten pädagogische Werkstätten zur Unterrichtsentwicklung ein.
  • Wir arbeiten an einem gemeinsamen Verständnis von kompetenzorientiertem Unterricht.
  • Wir erweitern die Selbsteinschätzung und Partizipation der Schülerinnen und Schüler in allen Jahrgängen, d.h. wir fördern deren Selbstständigkeit in der Steuerung des Lernens als zentrales Ziel individueller Förderung.
  • Wir entwickeln Konzepte für die individuelle Förderung im Unterricht und setzten diese im Sinne innerer Differenzierung um.
  • Wir etablieren Schülerfeedback als einen Aspekt der professionellen Reflexion von Unterricht.
  • Wir nehmen mit den Schülerinnen und Schülern regelmäßig an Wettbewerben innerhalb der verschieden Fachbereiche teil.

 


Lernergebnisse

Wir wollen gute Lernergebnisse erzielen. Deshalb überprüfen wir die Resultate unserer Arbeit immer wieder und entwickeln unsere Konzepte weiter.

Die Qualität dessen, was im Unterricht erarbeitet wird, bewährt sich einmal in der öffentlichen Präsentation; auf Assemblies, in Themenwochen, am Tag der offenen Tür und auf schulischen Abendveranstaltungen präsentieren die Schülerinnen und Schüler zunehmend routiniert und professionell Ergebnisse der unterrichtlichen Arbeit.

Uns ist es wichtig, Unterricht und die übrige pädagogische Arbeit mit geeigneten Messverfahren zu evaluieren. Hierzu gehören u.a. die Lernstandserhebung 8, die zentrale Prüfung 10 und das Zentralabitur sowie Eltern-Lehrer-Schüler-Befragungen, die die Einführung neuer Konzepte begleiten. Die Durchführung übernimmt eine Lehrkraft, die für Qualitätsentwicklung und Evaluation verantwortlich ist zusammen mit den jeweils für das Thema zuständigen Kolleginnen und Kollegen.


Entwicklungsaufgaben:

  • Wir planen Klassenarbeiten und Unterrichtsvorhaben gemeinsam auf Jahrgangsstufenebene. Wir führen regelmäßige Befragungen und Erhebungen zu den verschiedenen Schwerpunkten unserer Arbeit durch. Über die Ergebnisse der Evaluierung wird in allen Gremien der Schule berichtet

Umwelt

Uns ist es wichtig, dass wir unsere Umwelt achten und entsprechend handeln.

Für die Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, die Natur mit allen Sinnen zu erfahren. Nur so können sie eine emotionale Beziehung zur natürlichen Umwelt aufbauen und sie als etwas Schützenswertes erleben. Aus diesem Grunde soll unser bereits jetzt sehr grünes Schulgelände ökologisch aufgewertet werden.

Ergänzt werden muss die Achtung vor der Umwelt durch ein Wissen um ökologische Zusammenhänge. Daher werden die drängenden Probleme unserer Zeit (z.B. Klimakatastrophe, Verschmutzung der Gewässer, Energieverschwendung) im Unterricht behandelt. Die Schülerinnen und Schüler sollen Möglichkeiten entdecken, selbst an einer Lösung dieser Probleme mitzuarbeiten, z. B. durch Müllvermeidung.


Entwicklungsaufgaben:

  • Für die Durchführung weiterer Projekte schaffen wir die notwendigen Rahmenbedingungen, wie z. B. kontinuierlich stattfindende Arbeitsgemeinschaften in Kleingruppen, auch unter Leitung von Eltern.
  • Wir beteiligen uns regelmäßig an Wettbewerben, die die Schülerinnen und Schüler für den Wert von Umweltprojekten sensibilisieren.
  • Wir vermeiden Müll, indem wir auf Einwegverpackungen verzichten.

Partner

Wir wollen Erfahrungen und Lernen mit Partnern im Stadtteil, in der Gemeinde, in der Region und über Grenzen hinaus ermöglichen.

In der Zeit eines immer mehr politisch, ökonomisch und gesellschaftlich zusammen wachsenden Europa erkennen wir die Notwendigkeit, diesen Prozess der Annäherung anzunehmen und aktiv in unsere schulische und unterrichtliche Arbeit einzubeziehen.

Wir führen regelmäßige Austauschprogramme mit unseren Partnerschulen in Frankreich (College Racine in Alés), Italien (Einaudi-Gramsci in Padua), Ungarn (Altalanos Iskola in Pilisszentivan), Großbritannien (The Dukeries College in Nottinghamshire) und der Türkei (Staatliche Schule Emlakbank in Izmir) durch. Zudem fördern wir über das COMENIUS-Programm und über ein Sprachkursprogramm des PAD in Bonn internationale Begegnungen. Wir eröffnen so vielfältige Möglichkeiten zum interkulturellen Lernen im europäischen Kontext.

Als Schule im Stadtteil Mülfort ist es uns ein Anliegen, mit unterschiedlichen Partnern unseres Umfeldes zu kooperieren. So arbeiten wir z. B. mit dem Jugendzentrum an der Niers, diversen Sportvereinen, mit dem Altenheim in Giesenkirchen und heimischen Künstlern, sowie unseren Nachbarschulen gerne zusammen.

Unser Schulgebäude wird als Veranstaltungsort des Stadtteils genutzt. Wir nehmen die Angebote vieler kultureller Institutionen des städtischen Umfeldes (Theater, Museen und Stadtbibliothek) intensiv wahr.

Bereits beginnend in der Jahrgangsstufe 5 werden Mädchen und Jungen sowohl im Lernbereich Arbeitslehre als auch in den Fächern Gesellschaftslehre und Deutsch auf Anforderungen und Erwartungen von Beruf, Arbeitswelt und Wirtschaft vorbereitet. Geeignete Erkundungen in Handwerksbetrieben, landwirtschaftlichen Betrieben und Industrieunternehmen sind wichtige Lernorte. Um Mädchen die Entscheidung für technisch naturwissenschaftliche Berufe zu erleichtern, werden im Fach Technik, je nach organisatorischen Möglichkeiten, nach Geschlechtern getrennte Lerngruppen gebildet.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz läuft seit dem Schuljahr 2009/2010 im 8. Jahrgang das Projekt "SOKO". Schülerinnen und Schüler arbeiten ehrenamtlich, z.B. in Kindergärten, Altenheimen, bei der Feuerwehr oder in einer Jugendgruppe. Unterstützt werden sie von zwei Paten bzw. Patinnen aus der Elternschaft, die ihnen offene Fragen beantworten und sie in ihrem Tun bestärken.

In den Jahren 2004, 2007 und 2010 wurde unsere Schule mit dem Berufswahl-Siegel "Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung" ausgezeichnet.
Ab der Jahrgangsstufe 7 werden unsere Schülerinnen und Schüler kontinuierlich an die Themen Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung herangeführt. Projektbausteine zur Berufsvorbereitung und Berufsorientierung sind fest im Rahmen der Themenwochen in der Jahresplanung unserer Schule verankert. Dazu gehören der Lebensplanungstag, Betriebserkundungen, ein Berufsparcour und Erstkontakte zu berufsbildenden Einrichtungen in der Region. Vordringliches Ziel ist es, eine auf vielfältigen Informationen und Erfahrungen basierende Berufsentscheidung zu ermöglichen. Dazu werden konkrete Anlässe geboten, verschiedene Berufsbilder mit ihrer Lebensplanung zu verbinden. In diesem Zusammenhang sind die IHK, die Kreishandwerkerschaft, die Bundesagentur für Arbeit u.a. wichtige Partner. Im Schwerpunkt kooperieren wir mit unseren Partnerunternehmen der NEW´, dem BZB (Berufsbildungszentrum des Bauhandwerkes Krefeld), SMS Meer, der Stadtsparkasse, der FH Niederrhein und verschiedenen Handwerksbetrieben. Darüber hinaus laden wir Ehemalige sowie Vertreter unterschiedlicher Berufsgruppen zu Gästetagen und Informationsveranstaltungen ein, um mit ihnen über ihre Berufserfahrungen und Lebensbiographien zu sprechen.
Zwei Schülerbetriebspraktika in der 8. und 9. Jahrgangsstufe sollen den Übergang in die berufliche Ausbildung erleichtern. Sie werden durch fächerübergreifende Unterrichtsprojekte begleitet.
In der Sekundarstufe II bieten ein weiteres Betriebspraktikum und Projektkurse in Kooperation mit Berufskollegs, SMS Meer, Trützschler, der FH Niederrhein und anderen Unternehmen die Möglichkeit, künftige Berufs- und Studienfelder kennen zu lernen. Regelmäßig stellen sich Studienberatungen und Fachbereiche der FH Niederrhein und anderer Hochschulen "vor Ort" vor und bieten Einblicke und Informationen zu möglichen Studiengängen in unserer Schule an. Weiterhin sind der Besuch von Universitäten, Universitätsbibliotheken oder ein "Schnupperstudium" möglich.

Zusätzlich zu diesen im Unterricht verankerten Angeboten unterstützt das BOB (Berufsorientierungsbüro) mit seinen zwei speziell ausgebildeten Studien- und Berufswahlkoordinatoren (STUBOS) bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsbetrieben oder Studiengängen.


Entwicklungsaufgaben:

  • Wir arbeiten an der regelmäßigen Rezertifizierung des Siegels "berufs- und ausbildungsfreundliche Schule."
  • Wir pflegen die regelmäßigen Austauschprogramme mit unseren Partnerschulen.
  • Nachbarschulen und andere Institutionen vor Ort bleiben wichtige und zuverlässige Kooperationspartner.

Medienkompetenz

Wir wollen, dass unsere Schülerinnen und Schüler Kenntnisse und Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, die ihnen ein sachgerechtes und selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln in einer Mediengesellschaft ermöglichen.

Medien sind zum einen Hilfsmittel des Lernens und der Entwicklungsförderung, zum anderen sind sie Teil der aktuellen Lebenswirklichkeit und der täglichen Erfahrungen unserer Schülerinnen und Schüler und Schüler.

Um unsere Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichen, kompetenten Mitgliedern der Mediengesellschaft zu entwickeln, erwerben sie Kompetenzen

  • zur Auswahl und Nutzung von Medienangeboten und
  • zur Gestaltung und Verbreitung von Medienbeiträgen.

Es ist Aufgabe unserer Schule

  • Schülerinnen und Schüler zu befähigen, Mediengestaltungen zu verstehen und zu bewerten,
  • Medieneinflüsse aufzuarbeiten und zu erkennen,
  • Bedingungen der Medienproduktion und der Medienverbreitung zu durchschauen und zu beurteilen.
     

Auf der Basis einer adäquaten Ausstattung der Schule mit modernen Medien (Informatikräume, Internetarbeitsplätze für Schülerinnen und Schüler, Whiteboards, WLAN-Zone zur Nutzung von Laptops, Beamer- und Laptop-gestützter Unterricht in diversen Klassen- und Fachräumen) ist Mediennutzung und Medienerziehung Teil der Fachcurricula aller Fächer in allen Jahrgängen.

Im Rahmen der Ergänzungs-Module im 8. + 9. Jahrgang
- Informationstechnische Grundbildung
- Lernen lernen
- Präsentieren/Kommunizieren
werden Schülerinnen und Schüler in Lehrgängen geschult.

Auch andere unsere curriculare Arbeit ergänzende Maßnahmen dienen der kritischen Medienerziehung, z. B.

  • Leseförderung ‚Antolin'
  • Medienpass
  • Kooperation mit Radio 'Exlex'
  • Einführung des CAS-Rechners in Jahrgang 11
  • Einrichtung von WIKI-Gruppen
  • Facharbeit im 12. Jahrgang

Medienerziehung ist ein Schwerpunktthema der Schulpflegschaft. Eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern koordiniert Fragen zur Medienerziehung und setzt geplante Projekte in enger Absprache mit der Schulleitung um.

Neben dem kompetenten Umgang mit neuen Medien ist es der Schule ebenso wichtig im Sinne kritischen Kompetenzaufbaus Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit zu geben, Phasen in ihrem Leben zu erleben, in denen sie bewusst nicht mit Medien umgehen. Beispiele sind elektronikfreie Klassenfahrten oder Wandertage mit erlebnispädagogischen Elementen.


Entwicklungsaufgaben:

  • Die Schulpflegschaft führt jährlich Elterninformationsveranstaltungen zum Thema Medienerziehung durch.
  • Wir ergänzen die Fachcurricula - soweit nötig - um medienpädagogische Fragestellungen.
  • Wir führen Fortbildungsveranstaltungen für unsere Lehrerinnen und Lehrer zum Thema durch.
  • Wir erweitern das AG-Angebot z. B. um eine Radio- oder Film-AG.
  • Das Thema "Cybermobbing" wird in der Arbeit des Schulsozialarbeiters und der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer regelmäßig aufgegriffen.

 


 

Kontinuität, Gemeinschaft und Kompetenzen in der Sekundarstufe II

Wir wollen bewährte Traditionen und Strukturen aus der Sekundarstufe I fortführen und vertiefen, um in unserer pädagogischen Arbeit eine Kontinuität zu erzielen, die für die Schülerinnen und Schüler Stabilität und gleichzeitig Offenheit für Entwicklungsprozesse gewährleistet.

Dies bezieht sich insbesondere auf persönlichkeitsfestigende und demokratieübende Elemente unseres Schullebens.
Konkret bedeutet dies die regelmäßige Einberufung von Jahrgangsratssitzungen, wodurch die Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbstorganisation und Mitbestimmung sowie die Kommunikationskompetenz gefördert werden sollen.

Wir führen die intensive menschliche Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler weiter fort, indem wir zwei Beratungslehrer bzw. Beratungslehrerinnen als verlässliche Ansprechpartner den Schülerinnen und Schülern bis zum Abitur zur Seite stellen. Sie helfen bei der Planung der Schullaufbahn und bei der Lösung von Konflikten. Zudem werden in jedem Jahrgang Vertrauensschülerinnen bzw. Vertrauensschüler gewählt, die bei Schülerkonflikten schlichten und für diese Aufgabe besonders geschult werden.

Beim Übergang von der Sekundarstufe I in die Sekundarstufe II stellen wir uns der Herausforderung Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Schulformen mit ihren unterschiedlichen individuellen Voraussetzungen zu einer neuen Gemeinschaft werden zu lassen.

Schon in der Jahrgangsstufe 10 erhalten die Schülerinnen und Schüler durch einen Projekttag und Informationsveranstaltungen die Möglichkeit sich über die Sekundarstufe II zu informieren und Zielvorstellungen zu entwickeln.

Insbesondere den Schülerinnen und Schülern unseres Kooperationspartners, der Realschule an der Niers, erleichtern wir den Übergang an unsere Schule durch die Möglichkeit der ganztägigen Hospitation unseres Oberstufenunterrichts. Bei diesen Gelegenheiten lernen sie frühzeitig unsere Beratungslehrer und Beratungslehrerinnen kennen.

Zudem findet für alle Schülerinnen und Schüler der zukünftigen Einführungsphase eine Vorbereitungswoche statt, in der sie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Kurslehrerinnen und Kurslehrer kennen lernen, aber auch alle wichtigen Informationen für den erfolgreichen Besuch der Sekundarstufe II bekommen. Hierdurch erhalten sie Gelegenheit eventuelle fachliche Defizite zu erkennen und den Anschluss an die neuen Anforderungen zu finden.
Diesem Anliegen folgt auch der Vertiefungsunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch.

Das Helferprinzip aus der Sekundarstufe I wird durch unsere Nachhilfebörse und in den Vertiefungsfächern weitergeführt. Gegenseitige Unterstützung festigt die Identifikation mit unserer Schule.

Wir wollen Lernwege beschreiten, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen über Fachgrenzen hinweg zu denken und sowohl eine hohe Fachkompetenz als auch Methodenkompetenz zu erwerben.

Das fächerübergreifende Arbeiten realisieren wir im Rahmen unserer Projektkurse, die sich immer auf zwei Referenzfächer beziehen und die Grundlagen des Projektmanagements vermitteln. Zudem werden hier Schülerinnen und Schüler im projektorientierten, selbstständigen Arbeiten geschult.
Besonders die Fachtage in der Einführungsphase dienen der fachmethodischen Schulung.

Wir wollen die Schülerinnen und Schüler auf Studium und Arbeitswirklichkeit vorbereiten.

Hierzu kooperieren wir mit Industrie und Hochschulen. Wir ermöglichen Einblicke in Studium und Beruf durch Besuche der unterschiedlichen Institutionen und durch ein Betriebspraktikum, das in der Qualifikationsphase I stattfindet und das die Grundlage für das Schreiben der Facharbeit darstellen kann.

Auch die Schülerinnen und Schüler der Projektkurse absolvieren ein Praktikum und werden durch die Inhalte der Projektkurse mit berufsbezogenen Aspekten konfrontiert, da diese Kurse in Kooperation mit den benachbarten Berufskollegs stattfinden oder Kontakte zu Firmen ermöglichen.

Unsere Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, mit der Hochschule Niederrhein und unserem Kooperationspartner NEW´ bietet vielfältige Informationsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler. Auch Angebote unseres Berufsorientierungsbüros, mit regelmäßigen Beratungsstunden, Organisation der Besuche der Abi-Messe und anderen Tagen der offenen Türe sowie durch Einladen von Firmenchefs tragen wesentlich zur Studien- und Berufsorientierung bei.


Entwicklungsaufgaben:

  • Die Inhalte der Themenwochen, die die Schülerinnen und Schüler auf die Facharbeit und auf das Abitur vorbereiten, werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern überarbeitet und weiterentwickelt.
  • Die neu eingeführten Projekt- und Vertiefungskurse werden evaluiert und optimiert, um Schülerinnen und Schüler bestmöglich in den Vertiefungskursen zu fördern und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler in den Projektkursen zu fordern.
  • Für die Qualifikationsphase II wird ein weiteres Vertiefungskurskonzept entwickelt, das den Schülerinnen und Schülern die Erarbeitung fehlender Kompetenzen ermöglicht, damit sie die Abiturprüfungen erfolgreich bewältigen.
  • Wir evaluieren in der Folge dieses Konzept.
  • Unsere Zusammenarbeit mit den benachbarten Berufskollegs und der Realschule an der Niers wird ausgebaut.
  • Wir evaluieren in Zusammenarbeit mit der Realschule, wie deren Schülerinnen und Schüler den Übergang an unsere Schule erleben.
  • Die bisher durchgeführten Projekte mit der Hochschule Niederrhein werden fortgeführt und die Zusammenarbeit intensiviert.