Interkulturelles Lernen vor Ort

Gesamtschule Rheydt-Mülfort und ihre englischen Gäste erkunden die „NRW Cities“

Robin Hood ist sicher der berühmteste Bewohner von Nottinghamshire – aber auch die heutigen Einwohner sind eine Begegnung wert! Die British Connection, die seit 2010 zwischen der Gesamtschule Rheydt-Mülfort und The Dukeries Academy in der Gemeinde New Ollerton in Newark, Nottinghamshire besteht, macht jährliche Treffen der Schülerinnen und Schüler aus beiden Ländern möglich. Und für sie spielt der Brexit derzeit noch gar keine Rolle!

In der AG British Connection arbeiten SchülerInnen der 7. bis 9. Klasse jeden Donnerstagmittag mit Ute Schrader und Christiane Rüping, die damals den ersten Kontakt herstellte. Hier pflegen sie den Kontakt zur Partnergruppe, bereiten das Projekt und den Besuch vor und stellen die Paarungen der Schülerinnen und Schüler zusammen.

Nun können Nico Burns, Deutschlehrer der Dukeries Academy und seine Kollegin, die beide erstmals dabei sind sowie 15 Jugendliche willkommen geheißen werden. Wegen der strengen englischen Gesetze ist eine Übernachtung in Gastfamilien leider nicht mehr möglich. Einige Besuche, gemeinsame Mahlzeiten bei den Gastgebern zu Hause und Unternehmungen sind aber eingeplant, so dass die jungen Briten auch the German way of life kennen lernen und die deutsche Sprache benutzen müssen.

Die Gäste und ihre deutschen Partner werden gemeinsam unsere Region erkunden. In diesem Jahr steht der Austausch vom 18.06 - 23.06.2017 unter dem Motto: „NRW Cities – Skylines, Monuments and Museums“.

In der Austauschwoche besucht die Gruppe Wahrzeichen der Städte Mönchengladbach, Köln und Düsseldorf. Das hiesige Stadion, das Museum Abteiberg, ein Film- und ein Senfmuseum, der Kölner Dom, der Düsseldorfer Fernsehturm und viele weitere Sehenswürdigkeiten warten an der Route und sollen am Ende anhand von Zeichnungen, Scherenschnitten und Collagen in die Silhouette einer möglichen NRW-Stadt einfließen – so, wie die Jugendlichen sie gesehen und erlebt haben. Das Ergebnis wird in der Schule ausgestellt.

Die beiden Englischlehrerinnen sind seit Jahren ein eingespieltes Team. Wichtig ist ihnen, dass auch andere Fachkollegen eingebunden werden, damit die Akzeptanz für die Besuche erhalten bleibt, denn schließlich sind die Lehrerinnen und die deutschen Gastgeber auch mal tageweise nicht in der Schule sondern „an außerschulischen Lernorten“, wie es in den Richtlinien heißt. So begleitet ein Sportlehrer die eigenen sportlichen Aktivitäten der Gruppe, ein Geschichtslehrer übernimmt die Führung in Köln und durch den Dom und ein Kunstlehrer leitet die Gestaltung der Skyline an.

Dass dabei auch die Anwendung der englischen Sprache nicht zu kurz kommt, ist der gewollte Nebeneffekt der Begegnung mit den vielen gemeinsamen Unternehmungen. Die Gespräche am Grill zum Ausklang der Woche werden sicher schon viel flüssiger verlaufen als die beim Kennenlerntreffen am Ankunftstag.     

 

Arrow
Arrow
ArrowArrow
Slider