Eltern und Medien


Workshop zur nachhaltigen Medienerziehung

Am 21. und 22. Januar 2011 traf sich eine Gruppe aus 9 Eltern, 12 Lehrerinnen und Lehrern und 10 Schülerinnen und Schülern um die zukünftige Ausgestaltung der Medienerziehung der Gesamtschule Rheydt-Mülfort zu definieren.

Ziel des anderthalbtägigen Workshops war die Entwicklung eines nachhaltigen und ausbalancierten Medienkonzepts auf Grundlage einer kritischen und bewussten Mediennutzung.

Der folgende Link führt zu einer Zusammenfassung der Ergebnisse.

Am 04.02.2011 berichtete die Westdeutsche Zeitung über unseren Workshop:

 


Elterninformationsabend "Computer- und Konsolenspiele"

Am 3. März 2010 informierte die Schulpflegschaft in Kooperation mit der Initiative "Eltern & Medien" über Computer- und Konsolenspiele.

Herr Poerschke aus dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung stellte die verschiedenen Spiele-Genres vor und verwies auf auf die wirtschaftlichen Aspekte. Bei modernen Spielen mit realistätsnahen Grafiken und zahlreichen Spielsträngen werden mit Produktionskosten im zweistelligen Millionenbereich oft dreistellige Millionenbeträge im Umsatz erzielt. Jeder der Genres erzielt über besonders ausgeprägte Motivatoren eine Faszination, die zum Weiterspielen verleitet. Die Motivatoren sind planvoll- strategische und logische Denkleistungen, das Erleben und Gestaltungsmöglichkeiten von Geschichten sowie Action mit einer verinnerlichten Heldenrolle. Die Faszinationskraft wird durch Interaktivität, den Themenkomplex Macht/Herrschaft/Kontrolle, einen persönlichen Bezug und nicht zuletzt durch eine soziale Dimension mit den Mitspielern gefördert. Aber nicht jeder Spielinhalt und nicht jede Spieldauer ist für jedes Kind geeignet.

Und wie können Eltern erkennen, welche Spiele zu ihren Kind passen? Auch hier gilt: Mit seinen Kindern über die Spiele sprechen und vor dem sich vor dem Spielekauf einen Überblick verschaffen: So vergibt die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) Alterskennzeichen nach festgelegten Kriterien und in pädagogischen Portalen im Internet sind unabhängige Spiele-Besprechungen abrufbar. Und das Spielen einer kostenlosen Demo-Version vermittelt einen sehr genauen Eindruck.

Abschließend gab Herr Blömeke von der Schulpflegschaft einen Überblick über Risiken von angeblich kostenfreien Spielen. So werden seit einiger Zeit im Internet kostenlose Basispakete von Spielen angeboten. Höhere Spielelevels lassen sich jedoch nur über Zukäufe von "Spielutensilien" wie Schwerter oder andere Waffen oder auch besondere Schutzausrüstungen erreichen. Und wenn diese Zukäufe zudem nur eine begrenzte Lebensdauer im Spiel haben, ist dem Anbieter eine beständige Einnahmequelle gesichert.

Weitere Informationen sind zum Beispiel über die folgenden Links abrufbar:

 


Elterninformationsabend "Internet & Handy"

Am 27. April 2009 lud die Schulpflegschaft mit Unterstützung der Schulleitung der Gesamtschule Rheydt-Mülfort zu einem Elterninformationsabend "Internet & Handy" ein.

Im Hauptteil referierte Frau Rometsch von der Initiative "Eltern & Medien" über die Schwerpunktthemen Happy Slapping und Cyber Mobbing. Ziel der Veranstaltung war Information und Sensibilisierung der Eltern über die Existenz und Ausprägungen von nicht akzeptablem Umgang mit den neuen Medien, die die gesellschaftlichen Grenzen schon deutlich verletzen können. Aber was kann man als Elternteil tun? - Ganz einfach: Suchen Sie das Gespräch mit Ihren Kindern und Jugendlichen. Fragen Sie, wie Internet und Handy genutzt werden - was macht ihr damit? Aus diesen Gesprächen erhalten Eltern Einblicke in die jugendliche Medienkultur - und Ihre Kinder merken an Ihren Reaktionen, dass das, was möglicherweise unter "harmlosem Spaß" rangiert, gar nicht so lustig ist.

Ein weiterer Punkt verdient zunehmende Aufmerksamkeit: Viele insbesondere jugendliche Internet-Nutzer sind sich nicht bewusst, welche Spuren sie im Netz hinterlassen und dass diese sogar unüberwindliche Hindernisse bei der späteren Arbeitsplatzsuche sein können. Personalabteilungen verwenden zur Vorbereitung auf das mögliche Bewerbungsgespräch zunehmend Informationen aus dem Internet. Würden Sie als Personal-Verantwortlicher eines Unternehmens einen Bewerber einladen, der über sich auf Internet-Plattformen als "bis mittags schlafend und alkohol-affin" darstellt - und das möglicherweise noch mit Party-Fotos zu fortgeschrittener Stunde belegt? Das, was in jugendlichen Jahren als coole Selbstdarstellung gilt, schwer oder gar nicht mehr aus den Netz-Archiven zu löschen ist, kann ein echter Karriere-Killer werden.